Damals & Heute
Wie alles anfing...
Das Berghaus am Söller hat eine bemerkenswerte Geschichte.
In dieser Rubrik möchte ich Ihnen erzählen, wie sich das Berghaus am Söller von einer kleinen urigen Berghütte zum heutigen Berghaus mitten im Ski- und Wandergebiet Söllereck entwickelt hat.
Seien Sie gespannt!
Ihre Marietheres Kaiser
Die Entstehung des Berghaus am Söller
Durch den plötzlichen Tod meiner Mutter am 23. März 2008 ist ein Stück Gastronomiegeschichte zu Ende gegangen.
Deshalb möchte ich Ihnen jetzt voller Stolz die Entstehungsgeschichte vom Berghaus am Söller erzählen, das das Lebenswerk meiner Eltern war.
Das Söllereck als Hausberg für viele Einheimische
Da mein Vater ein begeisterter Skifahrer und Skipringer war, nutzte er in seiner Freizeit jede Möglichkeit seinem Hobby nachzugehen. Wie für viele Oberstdorfer, war auch für mein Vater das Söllereck der Hausberg.
Da es am Söllereck damals noch keine Bahn und keine Lifte gab, musste man mit Tourenskiern auf den Bichl laufen, um die Abfahrt gebießen zu können. Der Weg ging über den Karatsbichl bis aufs "Köpfle" - Schrattenwang ehe es mit Telemark-Skiern dann wieder bergab ging.
Bereits in dieser Zeit waren viele Einheimische und Gäste am Söllereck. Mein Vater sah für sich eine unglaubliche Chance auf dem Berg etwas Einmaliges zu schaffen.
Der Bau des Berghaus am Söller
Im Juli 1950 erhielt mein Vater von seinem Freund und langjährigem Weggefährten Max Graf von der Hirschbräuerei Ottobeuren ein kleines Darlehen sowie einen alten Holzherd. Und so konnte es losgehen.
Fast ohne Geld und nur mit Freunden und seinem unglaublichen Mut hat er auf dem Bichl Söllereck eine urige Berghütte gebaut und eine erstklassihe Gastronomie betrieben.
Reges Treiben im damaligen Berghaus am Söller
durch die Kochkunst meines Vaters wurde das Berghaus am Söller schon bald ein Plätzle für alle Schichten der Gesellschaft. Jeder Gast war herzlich willkommen, jeder Einzelne spürte, dass er willkommen war - das war das Rezept meines Vaters.
In den gemütlichen Stuben fühlte sich jeder wie in einer großen Familie, es wurde aus vollem Herzen gelacht, die unterschiedlichsten Menschen trafen sich und erlebten gesellige Stunden. Und wenn mein Vater, der Jof, wie er von den meisten genannt wurde, sich dann noch von seiner musikalischen Seite zeigte, war eine Stimmung in der Stube, die man heute fast nicht mehr kennt.
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